Perfekte Voicebot-Begrüßung
Best Practices

5 Tipps für die perfekte Voicebot-Begrüßung

05. Jan 2026 Zöllner Office

Die ersten Sekunden eines Telefonats entscheiden darüber, ob ein Anrufer frustriert auflegt oder positiv gestimmt bleibt. Bei Voicebots ist dieser erste Eindruck noch wichtiger – denn hier gibt es keine zweite Chance. In diesem Artikel zeigen wir Ihnen fünf bewährte Strategien für Begrüßungen, die Ihre Anrufer begeistern.

Tipp 1: Kurz und prägnant – keine Romane

Schlecht

"Guten Tag und herzlich willkommen bei der Mustermann GmbH, Ihrem Partner für innovative Lösungen im Bereich der digitalen Transformation. Mein Name ist Lisa, Ihr virtueller Assistent. Ich bin hier, um Ihnen bei allen Anliegen weiterzuhelfen. Bitte haben Sie einen Moment Geduld, während ich Ihre Anfrage bearbeite..."

Gut

"Guten Tag, hier ist Lisa von Mustermann. Wie kann ich Ihnen helfen?"

Warum das funktioniert: Anrufer wollen schnell zum Punkt kommen. Jede Sekunde, die Sie mit unnötigen Informationen verschwenden, erhöht die Abbruchrate. Studien zeigen: Begrüßungen über 10 Sekunden führen zu 30% mehr Abbrüchen.

Tipp 2: Transparenz – sagen Sie, dass Sie ein Bot sind

Viele Unternehmen versuchen, ihren Voicebot so menschlich wie möglich klingen zu lassen. Das ist ein Fehler. Kunden merken ohnehin, dass sie mit einem Bot sprechen – und fühlen sich getäuscht, wenn Sie es verschleiern.

Empfohlene Formulierungen

  • ✓ "Hallo, ich bin Ihr digitaler Assistent. Wie kann ich Ihnen helfen?"
  • ✓ "Guten Tag, hier spricht der Voicebot von [Firma]. Was kann ich für Sie tun?"
  • ✓ "Willkommen! Ich bin ein automatischer Assistent und beantworte gerne Ihre Fragen."

Wichtig: Bieten Sie immer die Möglichkeit, zu einem menschlichen Mitarbeiter weitergeleitet zu werden. Eine einfache Ergänzung wie "Sagen Sie jederzeit 'Mitarbeiter', wenn Sie mit einem Menschen sprechen möchten" schafft Vertrauen.

Tipp 3: Kontext nutzen – personalisieren Sie die Begrüßung

Moderne Voicebots können auf Kontextinformationen zugreifen: Rufnummer, vorherige Anrufe, offene Termine oder Bestellungen. Nutzen Sie diese Daten, um die Begrüßung zu personalisieren.

Beispiel 1: Wiederkehrender Anrufer

"Guten Tag, Herr Müller! Schön, wieder von Ihnen zu hören. Geht es um Ihren Termin am Donnerstag, oder haben Sie ein anderes Anliegen?"

Beispiel 2: Offene Bestellung

"Hallo! Ich sehe, Sie haben eine Bestellung bei uns aufgegeben. Möchten Sie den Status erfahren, oder kann ich Ihnen anderweitig helfen?"

Beispiel 3: Nach Geschäftszeiten

"Guten Abend! Unsere Mitarbeiter sind derzeit nicht erreichbar, aber ich kann Ihnen gerne weiterhelfen oder eine Nachricht aufnehmen."

Personalisierung zeigt dem Anrufer, dass Sie ihn kennen und seine Zeit wertschätzen. Das erhöht die Zufriedenheit messbar.

Tipp 4: Optionen klar kommunizieren – aber nicht alle auf einmal

Ein klassischer Fehler: Der Bot rattert fünf Optionen herunter, und der Anrufer hat nach der dritten schon vergessen, was die erste war.

Zu viele Optionen

"Sagen Sie 'Termin', um einen Termin zu buchen, 'Stornierung', um einen Termin zu stornieren, 'Öffnungszeiten', um unsere Öffnungszeiten zu erfahren, 'Adresse', um unsere Adresse zu hören, oder 'Mitarbeiter', um mit einem Mitarbeiter verbunden zu werden."

Besser: Offene Frage

"Wie kann ich Ihnen helfen? Sie können zum Beispiel einen Termin buchen oder Fragen zu unseren Leistungen stellen."

Pro-Tipp: Nutzen Sie Natural Language Processing (NLP), damit Anrufer frei formulieren können. Statt "Sagen Sie 'Termin'" erlauben Sie Formulierungen wie "Ich brauche einen Termin", "Kann ich morgen vorbeikommen?" oder "Wann haben Sie Zeit?"

Tipp 5: Stimme und Tonalität – der Unterschied zwischen Roboter und Assistent

Die Stimme Ihres Voicebots ist genauso wichtig wie der Text. Moderne Text-to-Speech-Systeme bieten erstaunlich natürliche Stimmen – nutzen Sie sie!

Checkliste für die richtige Stimme

  • Geschlecht & Alter: Wählen Sie eine Stimme, die zu Ihrer Zielgruppe passt
  • Sprechgeschwindigkeit: Nicht zu schnell (140-160 Wörter/Minute ist ideal)
  • Betonung: Wichtige Wörter hervorheben (z.B. "Wie kann ich Ihnen helfen?")
  • Pausen: Kurze Pausen nach Fragen geben dem Anrufer Zeit zum Nachdenken
  • Tonalität: Freundlich, aber professionell – nicht zu enthusiastisch

Testen Sie verschiedene Stimmen: Lassen Sie Kollegen und Testkunden mehrere Varianten anhören. Was für Sie natürlich klingt, kann für andere roboterhaft wirken – und umgekehrt.

Bonus-Tipp: Kontinuierlich optimieren

Die perfekte Begrüßung entsteht nicht über Nacht. Analysieren Sie regelmäßig Ihre Gesprächsdaten:

  • Wie viele Anrufer brechen in den ersten 10 Sekunden ab?
  • Welche Formulierungen führen zu Missverständnissen?
  • Wie oft sagen Anrufer "Mitarbeiter", ohne den Bot auszuprobieren?
  • Gibt es bestimmte Tageszeiten oder Anrufgründe mit höheren Abbruchraten?

Nutzen Sie diese Erkenntnisse, um Ihre Begrüßung kontinuierlich zu verbessern. A/B-Tests helfen dabei, verschiedene Varianten zu vergleichen und die beste auszuwählen.

Zusammenfassung: Die perfekte Begrüßung in 5 Schritten

  1. 1
    Kurz & prägnant: Maximal 10 Sekunden, keine unnötigen Details
  2. 2
    Transparent: Sagen Sie klar, dass es sich um einen Bot handelt
  3. 3
    Personalisiert: Nutzen Sie Kontextinformationen für individuelle Begrüßungen
  4. 4
    Klar strukturiert: Offene Fragen statt endloser Optionslisten
  5. 5
    Natürliche Stimme: Investieren Sie in hochwertige Text-to-Speech-Technologie

Mit diesen fünf Tipps schaffen Sie eine Begrüßung, die Ihre Anrufer nicht frustriert, sondern begeistert. Der erste Eindruck zählt – machen Sie ihn zu einem positiven Erlebnis!

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